Hallo lieber Blog,
falls sich hier noch der ein oder andere Leser verlaeuft, hier nach einem guten Jahr ein paar News von mir.
Seit April 2011 befinde ich mich hier in NYC und in diesem Eintrag werde ich kurz schreiben was seit meiner Rueckkehr aus der DomRep so passiert ist. Ausserdem war ich letztes Wochenende fuer 5 Tage bei meiner Gastfamilie in Santo Domingo.
Nach meiner Ankunft in Deutschland, ging es fuer mich erstmal wieder nach Wuerzburg, in den Buero-Alltag als Softwareentwickler.
Ich hatte ab und zu, unregelmaessigen Kontakt in die DomRep. Insbesondere zu meiner Gastfamily, Domingo (vom Hoehlenprojekt) und meinem Projekt, der ADR.
Dann verging relativ schnell ein halbes Jahr in Wuerzburg, woraufhin ich einen Job in New York als Software Developer angenommen habe. Alles eine sehr spannende Zeit, riesen grosse, interessante, internationale Projekte. Wohung in der Upper East Side + West Harlem.
Naja letzte Woche (Thanksgiving) habe ich spontan entschieden fuer ein paar Tage zurueck in die DomRep zu Fliegen. Normalerweise sind die Fluege auch relativ billig aber durch Thanksgiving war es dann doch etwas teuerer. Flug war nur 3,5 std. Und ploetzlich stand ich wieder in Santo Domingo
Meine Gastmama hat mich abgeholt und die Kinder alle mit eingepackt. Sie hat ihnen gesagt, ein Bekannter von einem Freund wuerde ankommen. So waren die Kiddies sehr ueberascht mich zu sehen… Sie waren gleich wie Kaugummies und haben mich nicht 1 Sekunde losgelassen
Zum Auto musste ich Smailyn (6) und Emely (4) gleichzeitig auf dem Arm tragen…
Im Auto war es anfangs ein sehr komisches Gefuehl wieder den Dominikanischen Slang zu hoeren, im Radio lief Bachata und gefahren ist der Fahrer, wie in einem Formel 1 Rennen.
Spanisch war anfangs auch der Horror. Ich habe mich gefuehlt als waere ich wieder bei 0. Gerade bei komplizierteren Saetzen wie “Als ich in NY losgefahren bin, hatte es nur 9 Grad” oder ‘Wenn ich gewusste haette, wie warm es hier ist, haette ich gar keine warmen Sachen mitgenommen’. Naja meistens hate die Grammatik mehr oder weniger gepasst aber die Vokabeln waren oft vergessen. Meine Gastfamilly hat nach 1-2 Tagen geflucht und gesagt “Dios mio Fionn, te tenemos que enseniar el espaniol otra vez…..” = “Fionn, wir muessen dir schooon wieder Spanisch beibringen…”
Zuhause angekommen, vielen mir erst mal die ganzen Eigenheiten auf, mit denen ich 1 Jahr lang gelebt habe. Immer die gleichen Geraeusche, Strom war weg, hupende Autos ueberall, usw. Dann gab es erstmal Platanos fritos mit Salami… Ich muss sagen, gerade die Platanos habe ich schon vermisst…
Zuerst haben wir die Kiddies ins Bett gebracht. Ich habe mit meinem kleinen (Gast) Bruder in einem Bett gepennt. Als der Strom wiederkam hatten wir auch nen Ventilator. Die Muecken haben mich trotzdem ordentlich zugerichtet…
Morgens bin ich vom gleichen Geschrei aufgestanden wie vor nem gutem Jahr: Der schreiende Brotmann. “panaderíaaaaaa, pan frescooo, panaderíaaa….”. Trotz meiner Muedigkeit, habe ich an dem Donnerstag morgen, meine Gast-Geschwister zur Schule gebracht. Das war mal wieder ein Aufmerksamkeits-Schock… Die ganze Schule hat sich gewundert, wer dieser Gringo ist, der die drei Kiddies zur Schule bringt. Solche Besuche scheinen echt eine Ausnahme zu sein.
Danach lief ich erstmal mitten in dem Stadtteil Villa Mella von der Schule, die Strasse Maximo Gomez bis zur Endstation Mama Tingo hoch. Hab mich total verschaetzt, es waren bestimmt 30 min zu Fuss statt gedachten 5 min.
Merklich veraendert hat sich nichts. Carro Publicos, stinkende Lastwagen, viele Leute auf den Strassen, Obstverkaeufer…..
Freitag Morgen ging es dann zur Arbeit. Ich habe geschaetzte 1000 Leute gegruesst. Alle kamen an “Fionn, regressaste, que bueno!!!” = “Fionn, du bist wiedergekommen, wie schoen!”. Und mir sind alle Namen nicht mehr eingefallen. Peinlich. ‘Fionn’ konnte man sich scheinbar gut merken
Auch habe ich meinen Ex-Kollegen getroffen, der meine Klasse uebernommen hat. So ganz geklappt hat es leider nicht. Durchdie Stromausfaelle sind etwa 7 gespendete Rechner aus Germany, kaputt gegangen. Dann ist das Projekt leider mehr oder weniger gestorben.
Als ich dann mit der Schuldirektorin sprach, hat sie mir erzaehlt, dass sie durch eine Spende von ‘-. Indotel .- Instituto Dominicano de las Telecomunicaciones - ’ bekommen haben. Sie hat versucht jemand zu finden, der Edubuntu dort installieren kann. Leider bisher noch ohne erfolg. Am liebsten waere ich gleich da geblieben… Jetzt stehen etwa 12 neue, gute PC’s dort rum und werden kaum genutzt. Ich habe ein paar alte Schueler von mir getroffen. Sie haben mir die Schuld gegeben, dass es keine PC-Klasse mehr gibt, weil ich gegangen bin: “Profesor Fionn, es tu culpa… Ya no hay clase de computadoras por que tu te fuiste!!! ”
(
Freitag Abend haben wir im Innenhof ein paar Presidente getrunken. Es kamen viele von der Familie, die ich noch kannte…. Auch musste ich mal wieder 1-2 Bachata tanzen (mehr oder eher weniger erfolgreich
)… Naja amuesiert haben sich alle! Ich habe ueberlegt nach Guayabal, aufs Land zu fahren, meine Gastbrueder haetten sich bestimmt gefreut. Ich mich auch. Es waere jedoch alles zu knapp gewesen.
Dann am Samstag ging es in ein Schwimmbad in Santo Domingo:
Abends ging es dann noch zum Centro Dominicano-Aleman (Deutsch-Dominikanischem Zentrum), Ein Rockabend. Ich habe mich dort mit einen paar alten Freunden getroffen. Die Musik war OK, irgendwie passt Rock nicht zu so einem DomRep Maedchen in Stoeckelschuhen… Trotzdem ganz nett. Die Gaeste waren ganz gemischt. Ansonsten, unter den Geasten waren viele zugewanderte Deutsche, auch viele, die einen Deutschen Partner haben und dadurch Deutsch lernen. Ein paar “Ballerman-Deutsche” haben sich mehr fuer die Dominikanerinen an der Bar interresiert als fuer die Musik.
Da mein Flieger erst Sonntag nacht zurueck nach NYC ging, haben wir noch einen schoenen Tag am Strand gehabt:
So, ihr Lieben… Mal schauen wann ich mal wieder die schoene Insel besuchen werde… Ihr werdet hier von mir Erfahren. Es wird eher in fernerer Zukunft sein.
PS: Finde es übrigens sehr beeindruckend, dass sich immer noch 20-30 Besucher pro Tag auf meinen Blog verirren. Danke an die Suchmaschinen. Aber es ist auch irgendwie beaengstigend. Ich kann sehen, unter welchen Suchbegriffen mein Blog gefunden wird. Darunter muessen schon ein paar Pädophile und Verrueckte sein. Auch wenn es sich dabei um einen eher kleineren Anteil handelt, meistens sind es Begriffe aus meinen Erzählungen aus der DomRep, Haiti, etc. Hier ein paar Screenshots von den wenigen Ausnahmen. Wenn ich die Woerter hier als Text eingeben wuerde, wuerden nur noch mehrere auf meinen Blog kommen:
KRANK! Es gibt auch Begriffe, die ich mal lieber nicht hier veröffentliche… Und Google leitet solche Leute auf meinen Blog weiter…
















































Ich schreibe heute mal auf Spanisch, weil ich diesen Artikel auch an Spender aus der Dominikanischen Republik richten werde. Wenn ihr wollt, lasst es euch von Google übersetzen: 




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