Verfasst von: Fionn | Dezember 4, 2011

Kurzer Trip nach Santo Domingo

Hallo lieber Blog,

falls sich hier noch der ein oder andere Leser verlaeuft, hier nach einem guten Jahr ein paar News von mir.

Seit April 2011 befinde ich mich hier in NYC und in diesem Eintrag werde ich kurz schreiben was seit meiner Rueckkehr aus der DomRep so passiert ist. Ausserdem war ich letztes Wochenende fuer 5 Tage bei meiner Gastfamilie in Santo Domingo.

Nach meiner Ankunft in Deutschland, ging es fuer mich erstmal wieder nach Wuerzburg, in den Buero-Alltag als Softwareentwickler.

Ich hatte ab und zu, unregelmaessigen Kontakt in die DomRep. Insbesondere zu meiner Gastfamily, Domingo (vom Hoehlenprojekt) und meinem Projekt, der ADR.

Dann verging relativ schnell ein halbes Jahr in Wuerzburg, woraufhin ich einen Job in New York als Software Developer angenommen habe. Alles eine sehr spannende Zeit, riesen grosse, interessante, internationale Projekte. Wohung in der Upper East Side + West Harlem.

Naja letzte Woche (Thanksgiving) habe ich spontan entschieden fuer ein paar Tage zurueck in die DomRep zu Fliegen. Normalerweise sind die Fluege auch relativ billig aber durch Thanksgiving war es dann doch etwas teuerer. Flug war nur 3,5 std. Und ploetzlich stand ich wieder in Santo Domingo :)

Meine Gastmama hat mich abgeholt und die Kinder alle mit eingepackt. Sie hat ihnen gesagt, ein Bekannter von einem Freund wuerde ankommen. So waren die Kiddies sehr ueberascht mich zu sehen… Sie waren gleich wie Kaugummies und haben mich nicht 1 Sekunde losgelassen :) Zum Auto musste ich Smailyn (6) und Emely (4) gleichzeitig auf dem Arm tragen…

Im Auto war es anfangs ein sehr komisches Gefuehl wieder den Dominikanischen Slang zu hoeren, im Radio lief Bachata und gefahren ist der Fahrer, wie in einem Formel 1 Rennen.

Spanisch war anfangs auch der Horror. Ich habe mich gefuehlt als waere ich wieder bei 0. Gerade bei komplizierteren Saetzen wie “Als ich in NY losgefahren bin, hatte es nur 9 Grad” oder ‘Wenn ich gewusste haette, wie warm es hier ist, haette ich gar keine warmen Sachen mitgenommen’. Naja meistens hate die Grammatik mehr oder weniger gepasst aber die Vokabeln waren oft vergessen. Meine Gastfamilly hat nach 1-2 Tagen geflucht und gesagt “Dios mio Fionn, te tenemos que enseniar el espaniol otra vez…..” = “Fionn, wir muessen dir schooon wieder Spanisch beibringen…” :)

Zuhause angekommen, vielen mir erst mal die ganzen Eigenheiten auf, mit denen ich 1 Jahr lang gelebt habe. Immer die gleichen Geraeusche, Strom war weg, hupende Autos ueberall, usw. Dann gab es erstmal Platanos fritos mit Salami… Ich muss sagen, gerade die Platanos habe ich schon vermisst…

Zuerst haben wir die Kiddies ins Bett gebracht. Ich habe mit meinem kleinen (Gast) Bruder in einem Bett gepennt. Als der Strom wiederkam hatten wir auch nen Ventilator. Die Muecken haben mich trotzdem ordentlich zugerichtet…

Morgens bin ich vom gleichen Geschrei aufgestanden wie vor nem gutem Jahr: Der schreiende Brotmann. “panaderíaaaaaa, pan frescooo, panaderíaaa….”. Trotz meiner Muedigkeit, habe ich an dem Donnerstag morgen, meine Gast-Geschwister zur Schule gebracht.  Das war mal wieder ein Aufmerksamkeits-Schock… Die ganze Schule hat sich gewundert, wer dieser Gringo ist, der die drei Kiddies zur Schule bringt. Solche Besuche scheinen echt eine Ausnahme zu sein.

Danach lief ich erstmal mitten in dem Stadtteil Villa Mella von der Schule, die Strasse Maximo Gomez bis zur Endstation Mama Tingo hoch. Hab mich total verschaetzt, es waren bestimmt 30 min zu Fuss statt gedachten 5 min.

Merklich veraendert hat sich nichts. Carro Publicos, stinkende Lastwagen, viele Leute auf den Strassen, Obstverkaeufer…..

Mittagessen Guarricano

Freitag Morgen ging es dann zur Arbeit. Ich habe geschaetzte 1000 Leute gegruesst. Alle kamen an “Fionn, regressaste, que bueno!!!” = “Fionn, du bist wiedergekommen, wie schoen!”. Und mir sind alle Namen nicht mehr eingefallen. Peinlich. ‘Fionn’ konnte man sich scheinbar gut merken :) Auch habe ich meinen Ex-Kollegen getroffen, der meine Klasse uebernommen hat. So ganz geklappt hat es leider nicht. Durchdie Stromausfaelle sind etwa 7 gespendete Rechner aus Germany, kaputt gegangen. Dann ist das Projekt leider mehr oder weniger gestorben.

Als ich dann mit der Schuldirektorin sprach, hat sie mir erzaehlt, dass sie durch eine Spende von ‘-. Indotel .- Instituto Dominicano de las Telecomunicaciones - ‘ bekommen haben. Sie hat versucht jemand zu finden, der Edubuntu dort installieren kann. Leider bisher noch ohne erfolg. Am liebsten waere ich gleich da geblieben… Jetzt stehen etwa 12 neue, gute PC’s dort rum und werden kaum genutzt. Ich habe ein paar alte Schueler von mir getroffen. Sie haben mir die Schuld gegeben, dass es keine PC-Klasse mehr gibt, weil ich gegangen bin: “Profesor Fionn, es tu culpa… Ya no hay  clase de computadoras por que tu te fuiste!!! ” :((

La ADR

Freitag Abend haben wir im Innenhof ein paar Presidente getrunken. Es kamen viele von der Familie, die ich noch kannte…. Auch musste ich mal wieder 1-2 Bachata tanzen (mehr oder eher weniger erfolgreich :) )… Naja amuesiert haben sich alle! Ich habe ueberlegt nach Guayabal, aufs Land zu fahren, meine Gastbrueder haetten sich bestimmt gefreut. Ich mich auch. Es waere jedoch alles zu knapp gewesen.

Dann am Samstag ging es in ein Schwimmbad in Santo Domingo:

Mi hermanita!!!

Abends ging es dann noch zum Centro Dominicano-Aleman (Deutsch-Dominikanischem Zentrum), Ein Rockabend. Ich habe mich dort mit einen paar alten Freunden getroffen. Die Musik war OK, irgendwie passt Rock nicht zu so einem DomRep Maedchen in Stoeckelschuhen… Trotzdem ganz nett. Die Gaeste waren ganz gemischt. Ansonsten, unter den Geasten waren viele zugewanderte Deutsche, auch viele, die einen Deutschen Partner haben und dadurch Deutsch lernen. Ein paar “Ballerman-Deutsche” haben sich mehr fuer die Dominikanerinen an der Bar interresiert als fuer die Musik.

Da mein Flieger erst Sonntag nacht zurueck nach NYC ging, haben wir noch einen schoenen Tag am Strand gehabt:

Meine suesse Gastschwester :) Hatte total angst vorm Wasser...

Playa, Juan Dolio

So, ihr Lieben… Mal schauen wann ich mal wieder die schoene Insel besuchen werde… Ihr werdet hier von mir Erfahren. Es wird eher in fernerer Zukunft sein.

 

 

PS: Finde es übrigens sehr beeindruckend, dass sich immer noch 20-30 Besucher pro Tag auf meinen Blog verirren. Danke an die Suchmaschinen. Aber es ist auch irgendwie beaengstigend. Ich kann sehen, unter welchen Suchbegriffen mein Blog gefunden wird. Darunter muessen schon ein paar Pädophile und Verrueckte sein. Auch wenn es sich dabei um einen eher kleineren Anteil handelt, meistens sind es Begriffe  aus meinen Erzählungen aus der DomRep, Haiti, etc. Hier ein paar  Screenshots von den wenigen Ausnahmen. Wenn ich die Woerter hier als Text eingeben wuerde, wuerden nur noch mehrere auf meinen Blog kommen:

KRANK! Es gibt auch Begriffe, die ich mal lieber nicht hier veröffentliche… Und Google leitet solche Leute auf meinen Blog weiter…

Verfasst von: Fionn | November 8, 2010

Sehr kritisch der Spiegel…

Hier ein Spiegel-Artikel über Freiwilligendienste usw…

http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/0,1518,726593,00.html

Verfasst von: Fionn | September 30, 2010

Alles so Deutsch hier :-)

Jetzt schreibe ich mal nich aus meinem Bett in Guarricano/SantoDomingo. Heute schreibe ich aus meiner Heimat, Salzhemmendorf/Hameln/Deutschland. Freitag am 10.09.2010 bin ich in Hannover gelandet und wurde von meiner Family in Dirndle und lecker Brezeln empfangen.

Falls ihr kein bock habt so viel zu lesen, schaut euch die Videos weiter unten an.

Es war irgendwie nicht ungewohnt, da ich das deutsche Leben ja schon 22 Jahre gelebt habe. Komisch war nur, dass das Vergangene aus dem Jahr in der DomRep plötzlich nicht mehr da ist. Ich habe gedacht der Kulturschock wird schlimmer. Einzig auf dem Klo fällt mir auf, dass ich den Mülleimer suche, da in der DomRep das Klopapier nicht abgespült sondern weggeschmissen wird. Eine Situation hatte ich noch als ich in Hameln Shoppen war. Ich sagte laut auf der Rolltreppe, das die Deutschen wohl auch kein Links gehen, Rechts stehen kennen. Ich habe irgendwie damit gerechnet, dass die Dame vor uns das nicht hört. Aber das hat sie wahrscheinlich. Es war auch ein bisschen komische alle Leute um einen herum Deutsch sprechen zu hören. Ich war es gewöhnt in der Öffentlichkeit Spanisch zu hören.
Bei der Fischverkäuferin hatte ich auch ein komisches Gefühl. Dieses typisch deutsche. “Hallo was darfs denn sein, klar die Forelle ist hervorragend. Darfs noch etwas sein bitte. Das macht dann 17.63 bitte. Vielen Dank und dann wünsche ich noch einen schönen Tag”. Weiss nicht schwer zu beschreiben. Vielleicht auch einfach ungewohnt. So ein typisch deutsches Strassengespräch :-)

Heute werde ich über die letzte Zeit in der DomRep und ein bisschen über die Ankunft hier in Deutschland schreiben. Bzw. ich lade Videos hoch. Ich sass nämlich in der DomRep und überlegte wie ich am besten einen Eindruck meines Lebens in der DomRep schaffen zu können.

Irgendwann im laufe des Jahres schrieb ich eine Nachricht in dein dominikanisches Linux-Forum. Dadurch kam ich in Kontakt mit Domingo Abreu. Er arbeitet als Archäologe beim Umweltministerium der DomRep. Er ist für die Höhlen in dem Land zuständig. Und es gibt viele Höhlen, um die 40.000. Wirklich, ich hab auch gedacht ihn nicht verstanden zu haben aber er hat es mir nochmal bestätigt. Liegt wohl an der Felsstruktur des Landes.

Er interessierte sich für das Programm “Edubuntu en la escuela”, um es in einer kleinen Schule, in der nähe der Höhlen “El pomier”, zu installieren. Diese Schule ist Teil seiner Arbeit. Um die Menschen/Kinder in der Nähe dieser Höhlen, Bildung und ein gewisses Gefühl für die Natur zu geben. Teil seiner Arbeit ist auch zum Beispiel die Organisation eines Campamentos (Freizeitlagers) für Kinder und Jugendliche aus ärmeren Gebieten. Ohne jegliche Kosten für Kinder oder Eltern. Viele der Aktivitäten des 3 wöchigen Campamento gehen in die Richtung wie funktioniert die Natur (meines Landes), Erhaltung der Höhlen (-malereien), kennenlernen der Umwelt…  Hier ist ein sehr interessanter Report (Spanisch). Davon erzählt er auch später im Video. (Werde ich weiter unten Posten). Ich fragte ihn übrigens auch wo denn die Gelder der ganzen Projekte kommen und ob die Regieren etwas dazu zahle, was ja durchaus denkbar wäre bei solch tollen Projekten. Naja er bekommt nicht einen Cent dafür und versucht es immer durch Spender bzw. sein eigenes Geld zu finanzieren.

Zu “El Pomier”, den Höhlen über San Cristobal, kann ich soviel sagen, dass sie ein Deutscher “Robert Hermann Schomburgk” im Jahre 1849 (wieder-) endeckte. Es sind 55 einzelne Höhlen, obwohl, als wir einige besichtigten, zeigte man mir einen Gang zum Kriechen von der Höhle 3 (Cuava numero 3) zu Höhle 1. Das besondere an den Höhlen sind die teilweise bis zu 2000 Jahre alten Wandmalereien von den Tainos (und einige von Kariben und Igneri). Sie wurden von Französischen Ansiedlern “Pommier” (franz.:Apfelbaum) gennant weil es dort viele Guanabana Bäume gab, die dem Apfel (franz.=Pomme) ähnelten.

Wir machten also einen Termin aus und trafen uns hier in Santo Domingo um zusammen zu den Höhlen zu fahren. Er hatte schon vor mir ein paar Höhlen zu zeigen bevor wir uns an die “langweilige” PC-Arbeit begeben. Aber ich hatte noch mehr Glück. An diesem Tag gab es ein spontanes Treffen mit ein paar Leuten aus dem Umweltministerium. Das Problem ist nämlich folgendes: Vor etwa 10 Jahren begann die Regierung in diese Höhlen, wegen deren Erhalt und dem Tourismus, zu investieren. Sie bauten eine der Höhlen schön aus mit betoniertem Weg, Licht usw… Bauten ein Empfangshaus und richteten das Gelände ein. Als es dann 2002 ein wechsel in der Politik gab, streichte die Regierung die Mittel, obwohl schon ca. 13.000.000 $ von 14.000.000 $  investiert wurden. Umgerechnet ca. 250 000€. Im Laufe der Zeit wurden Kabel und sämtliches Höhlen Equipment geklaut. Es ging dann bei dem Treffen um die Neueröffnung dieser Höhlen. Es ist zu vermuten, dass umliegende Kalkabbau-Fabriken etwas gegen diese Höhlen haben.

Also hier das versprochene Höhlenvideo:

Video aus Santo Domingo (zum starten auf den Play-button drücken….)

Das Volleyballvideo, diesmal in allen Ländern verfügbar :-)

Im Projekt hat sich zum Ende hin auch noch einiges getan.

In folgenden Standorten habe ich (außer in Puerto Plata) Edubuntu installiert. In Puerto Plata sollte das Programm kurz nach meiner Abreise von meinem Nachfolger installiert werden.

Edubuntu in der DomRep

Darf ich vorstellen: Randdy Feliz, jetzt Edubuntu spezialist :-)

Der Chef hat es dann bei unserer Verabschiedung ausgedrückt, das durch das Edubuntu Projekt ein neuer Arbeitsplatz entstanden ist. Das hat mich dann doch ein bisschen Stolz gemacht !

Was ich auch toll finde, dass Edubuntu wirklich weiter eingesetzt wird. Aus zwei Quellen weiss ich das:

1) Santo Domingo:

Dort habe ich eine Hintertür im Server eingebaut. Dadurch habe ich zugriff auf die Bildschirme der Schüler! Das habe ich nicht eingebaut um heimlich deren Gewohnheiten auszuspionieren sondern einzig um nach dem Jahr ab und zu zu schauen wie es sich weiterentwickelt. Ich habe anfangs befürchtet, wenn ich weg bin, wird Internet angeschaltet und die Kiddies werden in die tiefen des schlechten Internets gelassen… Aber die Schulungen haben etwas gebracht und das Internet wurde immer gesperrt. Hier einige Screenshots des Betriebes nach meiner Abreise:

Zu dem letzten Screenshot (Chat+gemeinsames Malen) würd ich gern noch erwähnen, dass den Mal-Bereich von mir programmiert wurde. Ich habe auch noch ein paar weitere Ideen GCompris mit Code bzw. kleinen Spielen zu unterstützen. In dem geht es darum das Kinder gemeinsam Malen können während des Chattens.

2) El Pomier (Höhlen-Projekt)

Zum Glück habe ich noch guten Kontakt zu Domingo Abreu (aus dem Video) und außerdem fand ich einen Artikel auf dem Blog des Campamento von Pomier.

Dieses Projekt von Domingo finde ich übrigens sehr unterstützenswert. Falls also jemand der Entwicklung des Landes helfen möchte ist dieses Projekt das richtige. Da spürt man richtig den Fortschritt und den Elan von Domingo. Er kämpft gegen Müll, für Umweltschutz, mehr Bildung, alternative Lebensweisen… Ich habe Vorschläge gehört es entweder finanziell oder durch Schüleraustausch zu unterstützen. Ich stelle gerne den Kontakt her falls Interesse besteht. Ich werde ja erst ab November wieder verdienen und habe dann auch vor, die monatlichen Internetkosten (25€) zu bezahlen. Solche Beträge helfen da absolut.

Morgen ist die AFS-Nachbereitung. Mal schauen, wenn es noch super interessant wird schreib ich vielleicht nochmal. Apropos ein Spiegel-Redakteur hat mich interviewt, er meinte er schreibt einen Artikel über Freiwilligendienste und Weltwärts allgemein. Ich glaube es soll hauptsächlich über die Kritik geschrieben werden. Ich erzählte ihm über alles was nicht so geklappt hat und alles was geklappt hat. Er meinte es komme in der nächsten Ausgabe (Okober) oder November.

Also nun ist es wohl zu Ende. Ich wohne schon im eiskalten Würzburg. Gerade noch zur Zwischenmiete, in Würzburg sind wohl gerade die Wohungen ausgegangen :-(. Ich werde weiterhin zu Domingo, meiner Gastfamilie und meinem Nachfolger Kontakt halten. Ich hoffe Ihr hattet eine gute Zeit, diesen Blog zu lesen und wer weiß wohin es mich eines Tages mal verschlagen wird. Danke an euch alle!!! Es war ein tolles Jahr mit Höhen und Tiefen! Jetzt muss ich mich erst mal wieder in Deutschland richtig einleben. Obwohl ich auch versuche z.B. mein Spanisch nicht zu verlieren (mit Leuten aus Lateinamerika bzw. VHS-Kurs).

Adios Amigos. Euer Fionn

PS: Hier noch einige Bilder vom Abschied und von der Ankunft:

Letztes Foto mit Gastfamilie

HANNOOOVVER:

Mein Bruder, der jetzt im über 7000km weit entfernten Kanada ist!

Manbeachte die leckeren Brezeln und das Spatzl-Herz :)

Der Dirndl-Willkommensverein :)

Dann kam ja auch schon ein Tag später der Dominikanische Abend. Super toll, hab mich echt gefreut, dass sich so viele Menschen für mein Jahre interessierten.

Bachata in Deutschland :)

Bachata

Erstes Deutsches (Bio)Bier

La Bandera (Daminikanisches Nationalgericht) auf Deutsch

Vortrag

Abendprogramm

Abends wurde gut gefeiert. Viele coole Ideen von Freunden!! Mein Bruder und ich bekamen sogar von einem Freund (Karim/Canun) ein Abschieds bzw. in meinem Falle ein Willkommenslied: Download.

Nächster Morgen... Ohne Worte....

Endlich wieder Piano spielen:

Klavier

Und diese unbeschreibliche Ruhe wenn man direkt aus Santo Domingo kommt. Unglaublich… Unser Garten:

Ruhe....

Technisches: meine Installations-Methode habe ich deutlich verbessert. Bei der Installation eines Klassenraumes habe ich bisher entweder LTSP also die Server Lösung verwendet oder jeden einzelnen Client installiert. Bei der letzteren Methode ist es ziemlich nervig wenn keine oder eine langsame Internet Verbindung vorhanden ist. Da hilft das Ubuntu Programm “AptOnCD” weiter.  Damit kann man ein Computer Updaten, Programme nachinstallieren, Sprachpakete nachinstallieren usw. Danach Wird von dem Programm ein Image (.iso) der Pakete im cache gemacht. Dieses kann dann auf die anderen verteilt werden. Wesentlich schnelleres verfahren als auf jedem PC die Updates und Programme herunterzuladen.
In dem Höhlenprojekt gab es keine Internetverbindung. Es lag einfach zu weit entfernt von einer grossen Stadt o.ä. Ich meine jedoch, dass Internet heutzutage für die Entwicklung der IT-Kenntnisse von großer Wichtigkeit ist. Daher habe ich vorgeschlagen so ein Drahtloses/Satelliten-Internet zu beschaffen. Wir konnten vom Anbieter sogar eine günstigere Testphase bekommen. Um Signal und Funktionalität und Ubuntu zu testen. Ich muss sagen, was Hardwarekompatibilität angeht hat Ubuntu einen riesen Schritt gemacht. Der Kernel erkannte das USB-Gerät auf Anhieb. Es war nur etwas tricky die Zugangsinformation herauszubekommen. Dafür installierte ich es Testweise unter Windows und sah mir die config-Files an. Dort fand ich dann auch gewünschte Infos. Internet Verbindung an einem PC war hergestellt. Nun mussten aber noch 9 andere an dem Internet Glück teilen. Also verband ich den Internet-PC an den WAN-Port des WLan-Router und aktivierte über den Gnome-Network-Manager ICS (InternetConnectionSharing) an dem Adapter. Es funktionierte super. Das letzte Problem bestand darin, die WLan-Adapter der Clients auf Ubuntu zum laufen zu kriegen. Sie wurden nicht unterstützt. Da ich aber einen Windows-Treiber besorgen konnte, installierte ich ein Programm, dass sich “Windows Wlan Drivers” o.ä nannte. Damit musste ich den korrekten Windows-Treiber (.inf,.sys Dateien) auswählen und die WLan Adapter funktionierten auch.
Verfasst von: Fionn | September 7, 2010

Abschiedspost

So das wars :-(

Hier eine kleine, letzte Post aus der DomRep. Ich werde in Deutschland nochmal ausführlich über den letzten Monat schreiben. Denn es ist viel passiert im Projekt. Irgendwie krass. Wahrscheinlich durch Sprachproblem, habe ich in diesem Monat mehr erreicht als im ganzen Jahr. Wenn jetzt das Jahr nochmal von vorn anfangen würde.Was habe ich für Kontakte gemacht in der letzten Zeit. Welche Türen mir offen stehen würden…Irgendwie versteht man die Menschen nicht nur verbal sondern auch kulturell viel besser. Klar theoretisch wurden wir von AFS usw. auf Kulturunterschiede “ein-trainiert”, aber Theorie und Praxis ist halt immer so eine Sache… Irgendwie muss man sich auch darauf einlassen wenn man im Gegenzug etwas haben will (z.B.: im Projekt). Also inzwischen weiss ich was bedeutet “Ich besorg dir die Sache bis Morgen” (Nicht!)… Wenn man das so kennt und sich darauf einlassen kann, ist es auch nicht mehr so tragisch wenn es dann halt nicht Morgen da ist. Mehr das nächste mal en Alemania.

Jetzt gehts langsam ans Koffer packen. Morgen Abschiedstour mit Family geplant. Viele sehe ich bald in Deutschland :-) Juhuuuuuu……

:-( man meine kleinen werden mir verdammt fehlen. Am liebsten würd ich sie mir in Rucksack stecken und einfach mitnehmen ;)

Hier ein Bild aus dem neuen Höhlen-Projekt von dem ich euch nochmal ausführlich berichte:

Edubuntu en las cuevas del Pomier

Verfasst von: Fionn | August 26, 2010

Sooooo….

uhhh na was ist das??? Mein erstes mal in live.....

Zuerst würde ich gern auf Felix super geschriebenen, mit tollen Fotos versehenden Artikel über unseren Ausriss der Zivilisation verweisen: http://felixgehtweltwaerts.wordpress.com/2010/08/12/von-guayabal-nach-constanza/

Ich hatte eigentlich vor nochmal abschliessend über Kritik an Weltwärts und AFS usw. schreiben. Aber durch meine Mitfreiwillige, Nina, bin ich auf einen Weltwärts-Blog gestossen aus dem ich hier mal rezitiere. Vorher würde ich nur noch gern folgendes loswerden: Das Programm Weltwärts (WW) lässt zu das Entsendeorganisationen wie AFS handeln wie kapitalistische Unternehmen. Ein WW-Freiwilliger soll dem Projekt nichts kosten. In unserem Falle zahlt Projekt für Essen, Transport und Gastfamilie. Etwa 9000$PESOS/Monat. Bei 13 Freiwilligen ~26.000 EUR/Jahr, was das Projekt zahlt in dem wir als “Freiwillige” sind. Was in dem Falle unser Projekt zahlt, spart am Ende AFS. In den Worten von RaphaQuantitaet geht auf Dauer immer zu Lasten von Qualitaet…“. Zwar hat AFS es irgendwie geschafft, das es keine Probleme mit dem Programm gibt. Aber das Problem ist, sie könnte was tun. Das Geld steht von Deutschland zur verfügung. Natürlich hätte unsere Projekt auch sagen können “Stopp, wir zahlen nicht“, aber das müsste unsere Entsendeorganisation eigentlich besser wissen. Was ich damit ausdrücken will, dass es besser gehen könnte. Es wäre richtig gewesen, wenn die Entsendeorganisation sich dafür einsetzt, zu verhindern, dass das inländische Projekt für uns zahlt.

Die folgende Rezitierung trifft so ziemlich meine Lage und meine Gedanken und ist echt toll geschrieben.

http://amakuru.blogsport.de/2010/06/20/friede-freude-eierkuchen-das-weltwaertsprogramm/

[…]
Ich denke, der Erfolg haengt neben einem selbst auch ganz entscheidend von der Arbeit der Entsendeorganisation ab. Ich bin ueber Sofia,eine kleine Entsendeorganisation des Bistums Trier, hier. Fuer uns wurde sich in der Vorbereitung sehr viel Zeit genommen, weit ueber Auswahlwochenende und 10-taetiges Vorbereitunsseminar, welches von weltwaerts vorgeschrieben ist, hinnaus.

Falsche Erwartungen, insbesondere die Motivation des „Helfens“, konnten so schon im Vorfeld erkannt und korrigiert werden, jedenfalls insofern das in Deutschland im Vorfeld in der Theorie moeglich war. Wir wurden auf einen sozialen Lerndienst und nicht auf einen Entwicklungsdienst vorbereitet. Ich denke, diese Klarheit ueber den eigenen Dienst ist ein wichtiger Punkt.

Dass ich kein Entwicklungshelfer bin, musste ich mir, trotz besseren Wissens aus der Vorbereitung, mir zwar hier, in einem langen, schwierigen Prozess nochmal klar machen, doch sehe ich mittlerweile auch die grosse Chance, die ich als einfacher Freiwilliger habe, der nicht unter dem Druck steht „Entwicklung“ nach Ruanda zu bringen. Natuerlich habe ich eine regulaere, „greifbare“ Arbeit, doch die ist nach meinem Verstaendniss und nach dem meiner Bezugspersonen, den Priestern, mit denen ich zusammenlebe, nicht das wichtigste meines Dienstes.
Viel wichtiger ist es mir, hier gemeinsam ein Jahr mit den Menschen zu verbringen. Ihnen zuzuhoeren und ihr leben kennen zu lernen. Ein Teil davon zu werden.
Das ist es, wozu ich die Chance bekomme.Denn das ist es auch was ich kann. Das ist es wofuer ich die Zeit und auch die Motivation mitbringe. Denn ich bin nunmal Freiwilliger und gerade kein Entwicklungshelfer.
Ich bin so langsam an dem Ende meines Freiwilligendienstes angelangt, ich bin gluecklich, habe viele, nicht immer einfache oder angenehme, Erfahrungen gemacht, die mich letztendlich aber alle sehr bereichert haben, habe mich gut in das Leben eingelebt, viele Freundschaften geschlossen,und ein Land kennen gelernt, dass mir anfangs so fremd, so anders erschien, und dass mir mit der Zeit immer vertraueter, ja zu einer Heimat wurde.
So kann ich wohl meinen Weltwaerts-Dienst auch als erfolgreich werten.

Doch das liegt neben mir selbst und der Unterstuetzung der Menschen in Ruanda um mich herrum, doch auch zu einem grossen Teil an der Entsendeorganisation, die mir gerade diese Freiwilligenstelle ermoeglicht hat.

Denn viele Freiwillige bekommen auch nicht annaehrend solch eine Chance, wie ich sie habe.
Meine Frewilligenstelle ist auf einer Freundschaft zwischen einer deutschen und einer ruandischen Gemeinede begruendet. Dieser persoenliche auch schon im Vorfeld bestehende Kontakt ist warscheinlich im Freiwilligendienstellenbusiness mittlerweile schon eher die Ausnahme, in Zeiten in denen –dank weltwaerts- Traegerorganisationen wie Pilze aus dem Boden spriessen. Aber aus meiner Sicht macht ein Freiwilligendienst nur Sinn, wenn in eine Idetifikation zwischen Freiwilligem und Projektstelle stattfindet. Und wenn du in deinem Blog den DED schon namentlich ansprichst, so kann ich sagen, dass gerade bei vielen DED-Freiwilligen, wenig Identifikation mit dem Projekt stattfindet. Das liegt nicht nur an den Freiwilligen sondern auch stark an denen, ihnen zugewiesenen ungeeigntene Projektstellen. Klar, wenn man 30 Freiwilligenplaetze im Land haben moechte, so koennen die Projektstellen nicht handverlesen sein.

Ich erlebe viele Freiwillige, nicht nur von oben genannter Organisation, bei denen wenig Identifikation mit Projektstelle oder dem Gastland stattfindet. Die entweder gemeinsam in der Hauptstadt wohnen oder zumindest am Wochenende zum partymachen herkommen. Die dadurch wenig vom Land mitbekommen.
Die frustriert sind, weil es im Projekt nicht laueft und sich gegenseitig runterziehen.
Die vor Ort schlecht betreut sind. So kann ein Freiwilligendienst nicht fuktionieren.
So ist es kein Lerndienst und ein „Entwicklungshilfedienst“ noch viel weniger

Meine Kritk an Weltwaerts ist, dass es aus der Arbeit der Traegerorganisationen ein profitables Geschaeft gemacht hat, an dem die verschiedensten Organisationen mit den unterschiedlichsten Motivationen nun partizipieren wollen. Mehr zur Verfuegnung gestellete Projektstellen bedeutet auch mehr Geld fuer die Organisationen, was daher hauefig auch schlechte Projektstellen und schlechte Betreuung durch die Entsendeorganisationen zur Folge hat, da diese sich ploetzlich um viel mehr Freiwillige kuemmern muessen.
Quantitaet geht auf Dauer immer zu Lasten von Qualitaet, mir laueft ein Schauer ueber den Ruecken wenn ich von dem gesteckten Ziel von 10.000 Freiwilligen hoere, und da bei an die vielen frustrieten, schlecht betreuten Freiwilligen denke, die ich bisher schon persoenlich kennen gelernt habe oder von denen ich im Internet Erfahrungsberichte lesen konnte.

Wenn jede einzelne Stelle auf ihre Art besonders ist, einmalig, gut betreut, einfach stimmig, kann damit auch dem Fakt entgegengewirkt werden, dass viele Stellen nun eben nicht arbeitsmarkt neutral sind.
Erst vor ein paar Tagen haben wir beide ja einen Freiwilligen kennengelernt, der vollkommen die Motiavtion an seiner Arbeit verlorern hatte, und den Sinn seines Dienstes in Frage stellte, da er die qualifizierte Lehrerin kennengelernt hatte, der er, als unqualifizierter aber kostenloser Freiwilliger, den Arbeitsplatz weggenommen hatte, wie sich herrausstellte.

Spaetestens hier, wenn dies keine Ausnahme war, wird das Weltwaerts-Programm fuer mich mehr als fragwuerdig. Wenn Freiwillige, erst nach ihrem Dienst, von ihren im Gastland erworbenen „social skills“ profitieren, und damit letztendlich Deutschland von der Weiterqualifikation seiner Staatsbuerger profitiert, waehrend den Staatsangehoerigen des Gastlandes, in diesem Fall besagter Lehrerin, ein Nachteil entsteht, welcher sich im Endeffekt als Nachteil fuer diesen Staat erweist, dann ist solch ein Freiwilligendienst genauso „Dead Aid“ wie viele andere Konzepte in den Versuchen von Entwicklungspolitik.

Verfasst von: Fionn | August 18, 2010

Hola

Kleiner Gruß aus den Feiertagen des Schutzheiligen von Guayabal “Fiesta patronales”…. Das wird hier riesig gefeiert.

Con mis Chicos

Con mis Chicos

Kurzversion-Projekt: Ausserhalb meines eigentlichen Projektes habe ich ein super interessantes Projekt gefunden. Davon erzähle ich euch dann wahrscheinlich erst an dem Abend. In meinem Projekt liefs etwas schleppend aber da tut sich jetzt auch wieder was. Puhh bald gehts wieder “Heimwärts”. Komisches Gefühl aber ich freue mich… Nur kann ich mir nur schwer vorstellen meine kleinen Gastgeschwister bald nicht mehr zu sehen :-(

Verfasst von: Fionn | August 6, 2010

Vorurteile…

Wir tranken Bier und es war schon dunkel als sich eine zwiespaltige und augenscheinliche auf der Strasselebende Gestalt zu uns setzte. Wir sassen auf Bänken in einem Altstadtpark Santo Domingo’s. Ich dachte mir sofort “Mann schon wieder ein Bettler”, dem geb ich dieses mal nichts weil er sich so dreist zeigt und sich ohne zu fragen zu uns setzte. Jedoch sagte ich auch nix. Wir wollten ihn gerade auf spanisch verscheuchen als er anfing in fast perfektem deutsch mit uns zu reden. Damit erlangte er sofort unsere Aufmerksamkeit. Er war sofort von einem nervigen Bettler zu einer netten Erfrischung geworden und ich fühlte mich irgendwie schlecht sofort soche Vorurteilen gehabt zu haben. Ich denke solche Situationen sind vielen von euch bekannt. Man ist irgendwie unangenehm berührt und weiss nicht genau ob man einem Bettler nun einige Pesos/Cents geben soll oder nicht.

Er hatte echt Ahnung und plapperte von den ganzen “grossen” Deutschen, Goethe usw. Fing dann auch auch an davon zu erzählen, dass die Dominikanische Republik das netteste und unrassistische Volk wäre. Dass sie alle Ausländer willkommen heissen. Als wir dann aber fragten warum Haitianer immer noch als Schimpfwort benutzt wird, fing er an den Haitianern die Schuld zuzuschieben. Weil sie vor Jahrhunderten mal die DomRep besetzten. Aber warum heute, auch nach dem Erdbeben, noch “Malditio Haitiano” als Schimpfwort benutzt wird wollte er nicht so richtig beantworten?

Diese Meinungsverschiedenheit nahmen wir nicht als Grund ihn abzuwimmeln. Er erzählte uns, er wäre in Deutschland gewesen. Auf die Frage, was er dort macht, sagte er ohne Scham und mit gebrauch einiger vulgären Ausdrücken, dass er sich durch Beischlaf mit älteren Damen finazierte. Dann erzählte er noch einige Sätze über das schlechte Schulsystem der DomRep, Korruption und lauter so wunde Punkte, wo er warscheinlich wusste, dass wir ähnlich denken. Unglaublich denke ich mir, “ein typischer Dominikaner, auf der strasse lebend, aber gutes Deutsch und gebildet…”.

Nach 20-30 Minuten kam dann auch die berühmte Frage nach dem Geld. Wir gaben ihm ein bisschen aber sagten ihm auch, dass wir hier in Santo Domingo leben und 100€ Taschengeld im Monat haben.  Er bekam noch ein Bier und verdrückte sich dann langsam. Übrigens nannte er sich “Sueltame Bailo Solo” – heisst “lass mich, ich tanze allein”.

Eine ähnliche Situation hatte ich letztens in einem China-Fastfood-Restaurant. Ich war in einer ziemlich üblen Gegend in Villa Mella (Santo Domingo Nord). Das war der Eingang von Guaricano, dem Barrio wo ich wohn. Wirklich gern halte ich mich dort nicht auf. Da ich aber Hunger hatte und ich nicht wusste wo ich sonst noch was finden konnte, setzte ich mich dort ins besagte Restaurant. Als ich dann schon fast fertig war kam so ein kleiner Junge. Hier gibts viel Kinderarbeit. Schuhputzer, Kinder, die im Müll nach irgendwelchen wiederverwendbaren Zeug suchen und Cobradore (Kassierer in Bussen). Diese Kassierer fahren in so kleinen Bussen (ähnlich wie VW-Bus). Sie stehen in der offenen Tür und schreien immer das Ziel. In meinem fall ist das “Guarricano Multi Multi Multi”. Zum Vorstellen: kleiner Junge mit Kindergesicht aber eine Art wie ein Erwachsener. Mit dreckigen Händen, zerfetzten Klammotten, gerade mal 10 Jahre alt und so ein Job. Die warten dann immer einigen Minuten und fangen dann an zu kassieren. Sie stehen an der offenen Tür und lehnen sich vielleicht mit dem Po an den Rahmen. Dann benutzen sie beide Hände um das Geld der etwa 20 Passagiere einzusammeln. Irgendeine unvorhergesehene Aktion des Fahrers könnte den Tod dieser Kassierer bedeuten. Die heizen nähmlich auch immer ordentlich durch die vollen Strassen. Was für ein Glück wir paar Menschen aus “entwickelten” Ländern haben. Dort war nix ausser Spielen und Schule. Wir wurden nicht, warscheinlich vom eigenen Papa, auf die Strasse geschickt um ein paar Pesos nachhauszubringen um Bruder und Schwester zu ernähren.

Also der Junge rief mir etwas zu. Irgendwas mit “Agua”. Gleich dachte ich wieder an einen bettelden Jungen. Schüttelte den Kopf und gab ihm zu verstehen nix zu haben. Danach dachte ich nochmal darüber nach und mir viel auf, dass er nach “botellon de agua” fragte. Also so ein 30 Liter Wassertank. Gleich um die Ecke gibts so ein Laden wo diese verkauft werden. Puhh schämte ich mich wieder. Nur weil ich den kleinen Jungen missverstand dachte ich er wäre ein bettelnder Junge obwohl er nur nach dem Weg fragte. Obwohl ich dazu sagen muss, dass es sehr selten vorkommt, da ich einfach auch ohne zu Reden als Ausländer identifiziert werde.

Solche Situationen kommen relativ oft vor. Manchmal gebe ich etwas. Oft gebe ich aber auch nix und bereue es. Meistens gebe ich nichts weil es mir unangenehm wäre das Portemonnaie rauszuholen oder ich denke das er so übertreibt. Einmal sah ich an der Kreuzung einen Mann mit Krücken. Er wartet immer auf die Rot-Phase und läuft dann immer mit spastischen Bewegungen an den Autos vorbei. Dabei sieht es so aus als wenn er bei jedem Schritt umfällt. Als dann Grün wurde und die Autos verschwanden humpelte er aufrecht, ohne Krücken, wieder nach vorn. Ich denke so ein zwischenweg ist gut. Manche Menschen, die nix anderes arbeiten können, sind einfach in diesem Land angewiesen sich durzubetteln, weil sie sonst einfach sterben würden.

Hier gibts noch ein schönes Foto:

Panorama zwischen Guayabal und Constanza

Einen Bericht dieser kleinen Abenteuer-Reise erzähle ich euch dann persönlich auf dem DomRep-Infoabend. Hier die offizielle Einladung:

Einladung 11.09.2010 Dominikanischer-Abend

Bis bald…

Verfasst von: Fionn | Juli 18, 2010

Schulausflug ins Freizeitlager, Projekt, usw

Das Projekt in dem ich arbeite, ADR, hat in 3 verschiedenen Orten eine Schule für gehandicapte Kinder. Aus diesen wurden einige Kinder ausgewählt, um mit in dieses “Campamento” zu fahren. Mir wurde gesagt es wurde ausgewählt, je nachdem wie sich die Schüler im Schuljahr benommen haben. Ich weiss da nicht genau wie pädagogisch richtig das ist aber auf der anderen Seite kann es auch gut sein, dass genau diese Kinder das Camp für die anderen Kinder ungenießbar machen würden.

Campamento

Die Anlage war echt perfekt für solche Lager gemacht. Sehr gross, viel Grün, viel Platz und ein paar Sportanlagen. Jarabacoa ist mitten im Land der DomRep. Gar nicht weit weg vom Pico Duarte. In diesen 3 Tagen konnte ich mich super einbringen, ich habe jede freie Minute mit den Kiddies gespielt und versucht etwas Ordnung zu halten. Es war wirklich super.

Nina spritzt die Schüler ab...

Die Kinder hatten ihren Spass und wir auch. Einige Dinge gab es, die ich mal als Kulturunterschiede betrachte (bei uns wären auch DInge dabei, die nicht funktionierten) aber im grossen und ganzen war es ein echter Erfolg. Selbst die Planung hat super gut funktioniert. Einhaltung von Zeiten, Essen usw… Evtl weil die Organisatoren das auch schon seit ca. 15 Jahren machen. Die Organisatoren, sind die, die bei uns in der Arbeit die Cafeteria schmeissen. Da es in der Cafeteria manchmal nicht so geordnet/pünktlich zugeht, hätte ich nicht so eine tolle Leitung erwartet. Wahrscheinlich macht ihnen diese Arbeit aber auch mehr Spass als die Cafete.

Die Gruppe wurde, unabhängig von welcher Schule sie stammten, nach Alter getrennt und in 8 Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bekam einen Namen, mit dem sie sich während des Campamento identifizierten. Wir waren “Los Campeones/Die Champions”. Direkt am 2. Tag entwarf jede Gruppe eine Gruppenflagge, die immer von einem der Schüler getragen werden durfte. Denke das ist eine super Sache, gerade bei Kindern mit Behinderung. Durch Gruppenname und Flagge, konnte er immer seine Gruppe wiederfinden. Abends trafen sich immer alle Lehrer und Organisatoren und wir sprachen über den vergangenen Tag. Was lief Gut, was man verbessern könnte und sonstige Sachen. Und es wurde nicht nur geredet sondern auch in die Tat umgesetzt. Z.B am zweiten Tag gab es Mittagessen. Alle Gruppen gingen einzeln zum essen und wurden am Tisch platziert. Das dauert natürlich. Da es eine kirchliche Einrichtung ist, und es wohl so üblich ist, wird vorm Essen noch gebetet, “la oración”. Da wir aber natürlich erst beten konnten, wenn alle da waren, musste ich mit meinen Kindern etwa 20 min mit Hunger vor dem heissen Teller voller lecker “Mangu” (Essbananenbrei) und “Queso frito” (fritierter Käse) warten. Es wurde so geändert, dass sie bei dem Treffen vorher beteten. Dann konnten wir direkt anfangen zu essen.

Schubkarrenrally, thx Felix fürs Foto

Krankenschwester Julia wurde sehr geliebt :-)

Genauso machten wir ne Rally, super Ideen, mit Schubkarrenrennen, Sachen suchen, mit verbundenen Augen Essen und andere lustige Sachen. Es klappte nur nicht, da keine Zeit festgesetzt wurde und Gruppen die fertig waren auf andere warten mussten. Dadurch entstand Chaos.  Ich meinte danach zum Rally-Chef, ob wir es das nächste mal mit einer vorher festgesetzten Zeit versuchen könnten und einer der mit ner Pfeife rumläuft und das Ende der Zeit angibt. Das fand er gut und meinte, dass wir es nächstes mal so machen. Toll!

Eine Aktivität hiess Juegos de la mesa. Brettspiele. Durch ein paar Packete aus Deutschland (meistens meiner Mutti) und durch Geschenke meinerseits, kam da schon ein grosser Stapel zusammen. Die hat meine Gastmutter alle mitgenommen und so konnten die Kiddies auch neben Domino noch was anderes spielen. Die Favoriten waren Jenga und Memmorie.

Juego de la mesa - campamento

Was auch noch ein riieesen Spass war, war die Feuerwehr. Wir bauten auf einer Wiese einen Pool für etwa 10-15 Personen auf. Da wir aber 120 Kinder waren, wäre es nicht so spannend. Deshalb kam die Feuerwehr und spritze uns mit dem Schlauch ab. Fotos könnt ihr in dem PDF Dokument weiter unten sehen. Es gibt auch eine traumhafte Badestelle am Fluss. Das wäre das Highlight für die Kinder gewesen. Leider gab es am Anfang viel Gemecker von wegen Sicherheit. Der Fluss ist normalerweise an der Stelle Knietief und Glasklar. Es würde ein Bereich geben, der von etwa 10 Lehrern bewacht wird. Seit 15 Jahren ist nix passiert. Leider gibt es sehr viele, die eine Abneigung bzw. Schiss vor Wasser haben. Z.B. gabs ein (!)Sportlehrer, der nicht schwimmen kann, er sagte am Anfang auch er lasse die Kinder aus Santiago nicht schwimmen. Deshalb fand ichs sehr schade, dass der Organisator nicht den Fluss mit ins Programm genommen hat, weil wohl zu wenig Zeit wäre. Dadurch wird dieser Teufelskreis nie unterbrochen. Die Kinder lernen die Angst von ihren Eltern und geben sie wieder an ihre Kinder weiter. Juan der Organisator, sagte mir auch, dass zu einem richtigen Campamento ein Flussbad dazu gehört. Oder auf einen Berg wandern oder sonstiges Abenteuerliches. Ganz meine Meinung hat er da getroffen.

K foto tan chula :)

Die Kinder sind mir ganz schön ans Herz gewachsen. Auch die Kinder unter sich wurden nach den 3 Tagen erst richtig warm. Zwar auch frecher aber das ist ja normal. Hätte locker nochne Woche länger sein können. Apropos, er lud mich auch gleich ein auf ein anderes Campamento mit der Dominikanischen Schulen. Irgendwann 2011 für 14 Tage!!! 7 Tage 300 Kinder und 7 Tage 300 andere Kinder!!! Woww. Das ist Arbeit. Aber reizen tuts mich schon, so als Arbeitsurlaub :-)

Hier ein Bericht auf Spanisch, für die Oberchefs geschrieben:  INFORME CAMPAMENTO.pdf

Im Projekt

gehts grad auf und ab, Die Filiale in San Cristobal ist fertig und es ist alles glatt gelaufen. Hab auch 1 Tag Einführung gemacht, halber Tag für die Sekretärinnen und andere Hälfte für die Lehrerinnen. Hätte nie gedacht, dass ich in meinem Leben mal Excel-Nachhilfe gebe. Hat aber spass gemacht, sie waren sehr interessiert und ich muss echt sagen die neue Ubuntu-Version (10.04) ist echt stabil und bietet viele tolle Features. Den Desktop habe ich Windows ähnlich eingerichtet, genauso ein MSN-Client, der automatisch startet. Hier ein Screenshot:

Edubuntu 10.04 Desktop mit MSN und angepassten Icons

In Santo Domingo läufts schleppend. Der Kollege, der das Programm weiter führen soll, hat wohl wichtigere Dinge zutun. Und kriegt auch nicht vom Chef gesagt, dass er nur noch am Edubuntu-Programm arbeiten soll. Schade, hab mir echt Mühe gegeben bei dem Lernplan für ihn. Naja es ist noch nicht vorbei. Auch wenn er nur die Basics hat. Ich hab mir auch alles selbst beigebracht. Im Internet gibts genug resourcen. Wenn er die Grundidee versteht, dann kann er sich danach auch selber helfen.

Mein Job ist derzeit ein Manual für Lehrer zu schreiben. Es wird sowas wie ein Computerkurs mit Edubuntu. Dann der Nachfolger, was momentan nicht sehr gut klappt. Dann interessieren sich auch die Psychologen der ADR für das Programm und wollen das als Tool zum Evaluieren der Kinder benutzen.

Family

Ausserdem war ich noch mit meiner Gastfamilie im Resort. War echt ne tolle Erfahrung. Wir waren aber nicht in einem typischen Touri-Resort sondern in einem mit fast nur mit Dominikanern.

Mit meiner Gastfamilie im Pool....

Naja dementsprechend fiel ich dort dann auch auf. Als grosser, weisser, sichtbarer Ausländer… Als sie dann aber merkte, hey der spricht ja (dominikanisch-)Spanisch gabs immer nette Reaktionen. Abends gabs immer ne Hotel-Show. Beide Abende musste ich dort auf die Bühne. Am zweiten Abend musste ich auf der Bühne bleiben und bei einem Micheal Jackson-Tanz-Wettbewerb teilnehmen. Wer mich kennt, weiss, dass mir kein Tanz-Gen mitgegeben wurde und das auch die Hüfte sehr deutsch ist. Trotzdem gewann ich die Show gegen 5 Dominikaner (die 10-Mal besser tanzten). Vielleicht lags auch daran, dass 1 Teilnehmer das Publikum damit gewinnen wollte indem er damit warb, dass er Dominikaner sei und der Sieg auch einem Dominikaner zustehe. Das liess ich natürlich nicht auf mir sitzen und meinte “Yo tambien casi soy dominicano”- “Ich bin auch schon fast Dominikaner”. Das fanden sie natürlich total super :) Nach der Show wurde ich im Resort wirklich wie Micheal Jackson behandelt… ;-) Naja mal ein ganz lustiges Gefühl… Echt tolles WE. Viel mit meinen Geschwisterchen gespielt, Volleyball, Pool, Playa, ESSEN…

Nächsten Mittwoch ist schon “End-of-stay” von AFS. Puhh ja jetzt gehts bald wieder Heim. Wo wir schon bei dem Thema sind, Ihr seid alle Eingeladen mich am 11.09.2010 bei einem dominikanischen Abend zu begrüssen. Es wird ein bisschen Programm gemacht und es gibt ein paar typische dominikanische Verköstigungen. Würde mich freuen wenn ihr alle zahlreich kommt. Meldet euch einfach via Mail (fionnziegler (AT) gmail (DOT) com) oder bei meinem Vater Henning. Es kommt aber noch ne offizielle Einladung mit Wegbeschreibung usw.

Ich versuche jetzt die letzte Zeit noch zu genießen und mein Projekt so gut wie möglich zu beenden. Der versprochene Video-Artikel über mein Arbeitsweg ist nicht vergessen…

meine liebe kleine süsse Gastschwester Emely am Strand von Boca Chica

Verfasst von: Fionn | Juni 16, 2010

Besser spät als nie…

Hallo ihr Lieben,

Nach der Eröffnung liefen die Computer super. Es gab nochmal Probleme mit dem Strom aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden.

Der Titel “Besser spät als nie” wählte ich, weil am letzten Tag vor den Ferien der Kinder, mein Nachfolger kam. Dieser soll das ganze hier weitermachen nach meinem Abgang. Er ist in meinem Alter, hat zum Glück auch Computerkenntnisse und möchte viel lernen. Von Linux hat vorerst nur schon mal was gehört, daher haben wir die nächste Zeit ne menge zutun. Wir werden die Basics von Linux, Ubuntu, Thinclient-Architectur und Shell-Scripting durchgehen. Danach werden wir den Aufbau einer Klasse simulieren. Ich hoffe so, dass er danach bereit ist, selber eine Klasse oder eine Firma mit einer Terminalserver-Lösung ausstatten kann.

Wie ihr bestimmt merkt, macht mich das sehr glücklich jemandem von hier, etwas von meinem Wissen weiterzugeben. Sonst wäre ich im September abgehauen und bei dem nächst kleinerem Problem würde die Klasse “sterben”. Ich versuch auch immer es aus der anderen Perspektive zu sehen. Wenn ich mir vorstelle, dass ein “Fremder” nach Deutschland kommen würde, von dem ich dann auch noch “Unterricht” bekommen würde. Ist bestimmt irgendwie erstmal komisch. Auf der anderen Seite hätte ich nichts dagegen wenn mir ein ausländischer erfahrener Programmierer etwas beibringt. Gut aber das ist dann auch wieder was anderes. Aber das, was er hier lernen kann, ist nicht nur für irgendwelche “doofen” Klassen nutzbar. Linux-Freaks werden in der Wirtschaft geliebt. Außerdem würde er auch gern in die Java-Programmierung einsteigen und wenn nach dem ganzen Edubuntu Zeug noch Zeit ist, bin ich gerne bereit ihm da etwas zu helfen.

Morgen wollen wir über die Installation in der Filiale San Christobal sprechen. Durch ein paar andere AFS-Freiwillige, würde die Chefin das Programm wohl gern haben. Wäre natürlich ne Perfekte Möglichkeit für meinen Nachfolger. Dann könnten wir die Klasse mithilfe der anderen Freiwilligen auch dort einführen.

Des weiteren wird gerade schwer hier in der Klasse gearbeitet, weil während der Eröffnung alle Chefs anwesend waren und sich über die herrschende Hitze beschwerten. Gerade wird so eine Decke installiert, damit ein bisschen Energie gespart wird. Danach soll eine Klimaanlage installiert werden. Normalerweise bin ich ja nicht so der Fan von den Dingern, aber im Moment läuft der Schweiß einfach 9 Stunden auf der Arbeit. Auch die Kiddies können sich dann bestimmt besser konzentrieren.

Neben der Arbeit fühl ich mich auch sehr wohl. Ich mache sehr viel mit meinen Geschwistern, bin einfach viel mit meiner Hostfamily zusammen. Sind jetzt nur noch knapp 3 Monate bis zur Rückkehr und da kann ich mir jetzt schon sehr gut vorstellen, dass gerade die Kleinen, Emely, Smailyn, Yunior und Nachbarskinder, mir sehr fehlen werden. Naja noch bin ich ja hier :) Am Wochenende waren wir im Theater und haben ein tolles Stück gesehen, was in der Klappsmühle gespielt hat. Nur 4 Schauspieler von denen 3 Patienten waren und die Therapeutin, die am verrücktesten war. Es hiess glaub ich “el 28″. Samstag gings mit den Kindern und meinen deutschen Mitfreiwilligen zum Strand. Echt schön. Volleyball, Strand, Baden, Paulas Unterwasserkamera, Karibik…..

Am playa bonita Guayacanes

Sonntag, nein wer hätte das gedacht, gings zum Fussball. Ich habe meinen Gastvater Nixon eingeladen, der dann aber leider nicht konnte. Wie fast alle Dominikaner ist Fútbol auch für ihn ein Fremdwort, daher wärs bestimmt toll gewesen es in so eine Atmosphäre kennenzulernen. Im Dominikanisc

WM10

h-Deutschen Zentrum werden alle Spiele via Beamer übertragen. Dementsprechend voll war es dann auch. Es war wirklich fast wie in einer deutschen Kneipe inklusive überlaute Fussball-Prolls… Danach musste der Sieg dann noch mit einer Deutsch-Dominikanischen (es waren auch einige Dominikaner da, gerade vom Techo, UTPMP) Gruppe gefeiert werden.

USA-Reise

NYC

Ich mag es persönlich nicht soooo gern von anderen Leuten erzählt zu kriegen, wohin man unbedingt reisen solle und was man dort alles sehen wird usw… Bin halt irgendwie ein zu spät geborener Entdecker :-) Daher schreibe ich auch nur knapp. Oder versuch es zu mindestens… Es ging los, Santo Domingo – New York. Nach 2 viel zu kurzen, atemberaubenden und anstrengenden Sight-Seeing Tagen gings nach LA. Dort schliefen wir (mit Henni) erstmal bei meiner Tante Karen. Samstag fuhren wir zu der Hochzeit Hennis Cousins. War eine sehr tolle originelle Hochzeit. Alles sehr locker und etwas rockiger angehaucht. Tolle Musik, Autos…. Ein paar Tage LA, Venice Beach, Bergen von tollen Santa Barbara, Hollywood, Getty-Center. Freitag-Morgen kam Mitja (mein Bruder) aus Vancouver und wir frühstückten am Muscle-Beach (Venice). Der so benannt wurde, weil es open-air Fitness-Studios gibt und jeder gern sein Body zeigte.

Es ging an den North-Rim am Grand Canyon. 1200 Höhenmeter-Wanderung. Danach war ich halbtot. Aber wunderschön und nicht ganz so viele Touris wie am berühmten South-Rim.

Nächster Tag: Zion Canyon Wanderung zu einer schönen Badestelle an einem Fluss. Auch super beeindruckend und mindestens so schön wie der “echte” Canyon.

Zion

Zwei Tage Vegas… Gigantische Hotels, Casinos, leckeres Essen, Geld, Glücksrausch, Träume, verlorene Träume, verschiedene Menschen… Unglaubliche Stadt.

Mitja flog nach Vegas mit ein paar verlorenen Dollars wieder nach Kanada. Für uns gings weiter durch Death-Valley zum Yosemite National Park. Jetzt kommt der Geheim-Tipp: June-Lake. Unglaublich schöne Gegend. Im Winter auch ein Skigebiet. Super-netter Park-Wächter gab uns ein paar Wandertipps usw. Wir machten eine Wanderung zum kleinem verlassenem Parker-Lake. Natur-Pur und eine Vogel-Welt, wie sie mir vorher noch nie auffiel. Ausserdem auch Rehe, Bären, Fische…

June Lake

Dann gings übern verschneiten Pass zum  National Park. Yosemite, beeindruckende Wasserfälle, sehr touristisch, Kletterparadies (el capitan, half-dome….), Bären,  Fahrräder zum mieten.

San Fransisco, tolle Stadt. Irgendwie Modern aber doch irgendwie Alt. Hügel, Strassenbahnen. Gemütlich. Homosexuell (gerade alles mit Regenbogenfahnen geschmückt). Ist wohl einer der einzigen Städten die wirklich “offen” sind und wo auch Homosexuelle hohe Positionen inne haben. Ich habe gleich vom Starbucks-Kassierer einen Kuchen geschenkt bekommen :-)

Dann den berühmten Highway 1 runter in den Süden nach LA. Verdientermaßen sehr berühmt. Erste Stücke gehts an der wunderschönen Küste Kaliforniens entlang. Traumhaft. Seehunde Bucht. Tolle Landschaft.

Highway 1, Kalifornien

Dann wohnte ich noch 1 Nacht allein bei meiner Tante, bin nochmal zum Venice-Beach und hab den Skatern zugeschaut, war in Universal-City im Kino. Ich hab shrek geschaut. Schon irgendwie lustig, so nah an den “Machern”…

Subway NY

Dann wieder weiter nach NY. Hatte aber nur eine Nacht. Die wollte ich natürlich nicht auf einer ungemütlichen Bank am Flughafen verbringen. Daher bin ich mit Subway nochmal Downtown gefahren. Timesquare. Dabei wieder fast nur Spanisch geredet, weil ich Leute aus Guatemala kennenlernte. Naja heisst nicht umsonst “die Stadt die niemals schläft”. Hab gehört das 60 % der Einwohner Spanischsprachig ist!!

Dann wieder in Santo Domingo gelandet wo meine Gastmutter mich abholte, da hab ich mich sehr gefreut. Obwohl ich vor Hitzeschock wieder fast gestorben wäre…..

Hier zum Schluss noch ein Foto aus meinem Alltag. Dort stehe ich jeden Morgen, wenn ich von Guaricano (meinem Viertel) zur Arbeit oder in die Stadt fahre. Links, da wo der Lastwagen rauskommt, gehts zu meinem Haus.

Guaricano, Santo Domingo

Puhh der Text wurde doch mal wieder länger als geplant :) Bis zum nächsten mal!! Schlaaand.

Hoy voy a escribir en español por los donantes de la República Dominicana. Siguiente una noticia alemana para mis lectores alemanes:

TEst Ich schreibe heute mal auf Spanisch, weil ich diesen Artikel auch an Spender aus der Dominikanischen Republik richten werde. Wenn ihr wollt, lasst es euch von Google übersetzen: Link.

Gracias a los donantes de AFS-República Dominica e Alemania

Gracias a todo ustedes de la donación de hardware para mi clase de informática. Hemos colectado con AFS República Dominicana $ 6.500 pesos. Con este dinero financimos los audífonos de mi clase, unos “Mousepads” y una parte del transporte del equipo de Alemania.  Aqui tambien muchas gracias a mi padre Henning, que ha organizado el transporte de Alemania. Los niños les gustan muchísimo los computadores mas rápidos y especialmente que ahora tenemos sonido. Hemos escrito una pagina sobre el proyecto. Se puede ver aqui (http://edubuntu.wikidot.com). Ahí hay informaciones sobre el proyecto “Edubuntu en la escuela – Santo Domingo – República Dominicana”.

Vamos pa’lante

Unas fotos:

Estudiantes usando Edubuntu

Y hay reglas :)

Jugando

El parte oficial de la inauguración con mis jefes y compañeros

Edubuntu-Tafel - Santo Domingo :-)

El material informativo de la inauguración:

PDF-Handout

Hasta la próxima vez (cierto de mis vacaciones en EE UU, ayy en 4 horas se va mi avión :) )

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